3 Dinge, die Love-, Sex- und Beziehungscoaches vom Trash-TV-Koch Gordon Ramsay lernen können

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Und zwar speziell vom wunderbaren, wenn auch ziemlich trashigen Format Kitchen Nightmares (deutsch: Chef ohne Gnade). Falls du das nicht kennst, hier ein typischer Ausschnitt davon:

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So, nun aber direkt zu den 5 Dingen. Wir haben sie für dich so aufbereitet, dass du dich in einer freien Minute sofort hinsetzen kannst, um an deinem eigenen Business zu schrauben:

Nummer 1: Qualität statt Quantität

Klar, niemand würde dem widersprechen. Auch keiner der Restaurant-Besitzer aus der Show.

Trotzdem gibt es dann Speisekarten, wo ein Koch über 80 Gerichte frisch zubereiten soll. Für Besucher des Restaurants ist es anstrengend, sich durch eine solche Speisekarte zu wühlen – und eine gute Entscheidung zu treffen.

Und: Die Eigenschaft “frisch” wird plötzlich zu einem sehr dehnbaren Begriff. Vorletzte Woche eingefroren? Passt schon! Fertig aus der Dose? Wir drücken ein Auge zu …

Auch im Netz gibt es ähnliche Probleme

Auch wenn sie im Ernstfall nicht so übel riechen und (zum Glück!) auch keine Übelkeit verursachen.

Ich sehe immer mal wieder Websites im Bereich der Paartherapie und des Beziehungscoachings, wo klassische Fehler begangen werden, die potenzielle Interessenten wirklich abschrecken:

  1. Statt einem Online-Kurs gibt es direkt 5. Welchen soll ich denn nun buchen? Oder brauche ich gar alle?
  2. Neben Paartherapie werden auch noch Business-Workshops angeboten. Auf einer Seite ist das für Besucher aus beiden Zielgruppen extrem verwirrend.
  3. Coaching- und Therapie-Angebote werden ohne Themenfokus angeboten. Und helfen dann bei allen denkbaren Situationen, egal ob es um Gewichtsprobleme, Herausforderungen in der Partnerschaft oder den beruflichen Erfolg geht. Wunderlösungen für alles machen in der Regel misstrauisch.

Das Problem lässt sich wirklich einfach lösen: Schau mal, welche deiner Angebote am meisten Umsatz bringen und mit welchen die Kunden am zufriedensten sind. Spoiler: Das sind meistens dieselben Angebote.

Warum nicht zu 100% darauf fokussieren und erstmal nach hinten stellen, was eh noch nicht gut läuft?

Was, Fokus auf ein Angebot? Das kann ich mir nicht leisten!
Was, Fokus auf ein Angebot? Das kann ich mir nicht leisten!

Nun, du hast diesen Kasten geöffnet, irgendwas scheint mein Vorschlag mit 100% Fokus ausgelöst zu haben. Tauchen in deinem Kopf plötzlich Fragen wie diese auf?

  • Ich kann mich nie nur auf ein Angebot fokussieren, das kann ich mir nicht leisten
  • Dann verliere ich ja Kunden, die etwas anderes haben wollen
  • Oder es finden mich überhaupt nur viel zu wenige Kunden
  • Ich kann doch viel mehr Klienten gewinnen, wenn ich mehrere Angebote und mehrere Themen im Portfolio habe

Ich mache es an dieser Stelle kurz: Nein, nein, nein und nein. Entschuldige meine direkte Art, aber aus Marketing-Sicht ist die Empfehlung sehr klar. 100% Fokus auf eine sehr feine Spezialisierung und auf eine kleine Zielgruppe. Diese Empfehlung kommt nicht aus theoretischen Marketing-Vorlesungen von der Uni, sondern aus der absoluten Praxis. Wirklich, auch wenn es sich komisch anfühlt, je spitzer dein Angebot, umso mehr Kunden wirst du gewinnen und umso mehr Geld wirst du verdienen!

Wir selbst machen das übrigens auch vor. Paartherapeuten und Beziehungscoaches sind schon eine sehr spezielle Zielgruppe 🙂

Nummer 2: Ordnung halten

Gordon Ramsay findet in seiner Sendung immer mal wieder völlig verdreckte Kühlschränke voller abgelaufener Lebensmittel. Oder deckt Einrichtungslösungen auf, die sich schon vom Konzept her weder sauber noch ordentlich halten lassen.

Auf uns übertragen sieht man so etwas oft an Websites: Verwirrende und/oder überladene Navigationen, keine klare Nutzerführung, schlechte Anzeige auf Mobilgeräten und vielleicht noch zahlreiche technische Fehler.

Einfache Lösung für alle diese Probleme: Regelmäßig einmal selbst gründlich durch die eigene Website navigieren. Vielleicht noch eine andere Person das machen lassen und ihr dabei über die Schulter schauen. Oder auf Nummer Sicher gehen und unseren Technik-Support buchen.

Nummer 3: Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein

Restaurantbesitzer zu Ramsay: “Wie schmeckt dir das Steak?”

Ramsay: “Fürchterlich! Es ist zäh wie Leder, extrem schlecht gewürzt und die Präsentation ist auch eine Katastrophe.”

Okay, die Sprache ist manchmal schon hart. Aber man kann Ramsay weder fehlende Offenheit noch eine schüchterne Art vorwerfen.

Ich finde das ehrlich gesagt erfrischend. Wenn etwas nicht gut ist, sollte man das auch so sagen. Sowohl zu anderen – vor allem aber darf man es sich selbst gegenüber eingestehen!

Was passiert denn, wenn nicht so direkt kommuniziert wird?

Ich bin ehrlich: Oft habe ich im berufssozialen Umfeld von Therapeuten und Coaches das Gefühl, dass sich hinter arg verkomplizierter Sprache versteckt wird. Vieles gleicht eher Seifenblasen und Nebel in Tüten, anstatt wirklich konkret zu werden.

Nichts gegen Ansätze wie den der Gewaltfreien Kommunikation. Aber wir sind alle nur Menschen und sind weder verpflichtet, noch dazu in der Lage, uns perfekt und göttergleich auszudrücken.

Anders gesagt: Manchmal ist es an der Zeit für Fingerspitzengefühl. Und manchmal für schonungslose Offenheit. Vor allem letzteres kann man von Ramsay wirklich gut lernen.

Was hat das mit dem beruflichen Alltag in Paartherapie und Beziehungscoaching zu tun?

Ich denke hier vor allem an die wichtige Aufgabe des Verkaufens. Ich bin kein Fan davon, das aufdringlich zu tun. Im Gegenteil: Ich mag Beschreibungen wie “kaufen lassen” oder “Kaufeinladungen aussprechen”.

Das sollte man dann aber auch wirklich aktiv tun. Seitenbesucher oder Gesprächspartner dürfen wissen, dass man ein Angebot hat. Und wenn das Angebot bzw. die Dienstleistung toll ist, darf auch das offen ausgesprochen werden.

Gleiches gilt für die Preise: Die dürfen (zum entsprechenden Zeitpunkt) auch klar kommuniziert und selbstbewusst in angemessener Höhe vertreten werden. Wenn du das Gefühl hast, dass du dich hier ein bisschen unter Wert verkaufst: Warum nicht zumindest ein ganz kleines bisschen in Richtung Gordon Ramsay steuern? Das Vulgäre kann man sicher weglassen, Offenheit schadet aber nicht!

Kann Ramsay ein Rollenvorbild sein?

Ich bin kein Mensch, der sich ein Vorbild sucht und sagt “ich will genauso werden wie diese Person”. Das finde ich unsinnig, Menschen sollen und dürfen sich natürlich unterscheiden.

Was ich für mich aber durchaus hilfreich finde: Mir gezielt erfolgreiche Menschen anschauen! Und mich dann bewusst fragen: Was möchte ich von denen übernehmen? Und was nicht?

Ich finde Ramsays Art zu fluchen z.B. durchaus unterhaltsam. Auch wenn mir die Person auf der anderen Seite manchmal ein bisschen leid tut. Trotzdem ist das nicht mein Ziel. Klare Sprache will ich, aber ohne andere zu verletzen.

Also nehme ich nur das eine dankbar als Erinnerung mit – das andere lasse ich weg.

Genau so gehen wir auch im Marketing-Coaching vor. Wir schauen gezielt: Was macht für dich Sinn? Und was nicht? Nicht jeder verkauft auf die gleiche Art und Weise, nicht jeder spricht gleich und nicht jeder arbeitet gleich.

Lass dich gerne inspirieren auf deinem Weg. Vielleicht mit Hilfe von ein paar Folgen Kitchen Nightmares.

In jedem Fall viel Erfolg!

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