Selbstständig als Coach 1 – Die Entscheidung

Start in die Selbstständigkeit

Dieser Artikel ist Teil einer Serie – hier geht es zum Überblick.

Wer in Deutschland überlegt, sich selbstständig zu machen, dem wird meist davon abgeraten. Prüfen Sie das gerne und erzählen Sie Freunden und Verwandten einmal von Ihren Plänen.

Wissen Sie, was ich meine?

Nun, ganz grundlos sind kritische Gedanken nie – erst Recht nicht bei komplexen Themen wie Gründung und Selbstständigkeit. Denn: Sobald man erste Schritte geht, trifft man schon auf ganz handfeste bürokratische Hürden.

Die Mischung aus komplizierter Bürokratie und mahnenden Stimmen bewirkt dann oft, dass einem die Lust auf die Selbstständigkeit gründlich vergeht. Noch bevor ein erster Schritt gegangen wurde.

Selbstständig als Coach - Die Entscheidung

Lassen Sie sich nicht entmutigen!

Kritische Gedanken haben ihren wohlüberlegten Platz, keine Frage. Aber wir beleuchten hier auch die Chancen. Und werfen einen ausgewogenen Blick auf das Thema:

  1. Chancen und Vorteile einer Selbstständigkeit
  2. Nachteile und Risiken einer Selbstständigkeit
  3. Wie viele Ausbildungen es für den Start braucht
  4. Wie die perfekte Ausgangssituation aussieht

Lassen Sie uns positiv starten:

Die Vorteile: Freiheit & Flexibilität

Sie möchten Ihr eigener Chef sein? Wollen Verantwortung übernehmen und sich bei Entscheidungen nicht mehr mühsam mit zig Vorgesetzten abstimmen? Wenn Ihnen das (wie mir) wichtig ist:

Das bekommen Sie mit einer Selbstständigkeit!

Darüber hinaus können Sie frei(er) über Urlaubs- und Arbeitszeiten bestimmen. Sie können (und sollten) sich Ihre Kunden und Mitarbeiter aussuchen. Und Sie können selbst entscheiden, ob und wie Sie sich fortbilden und welche inhaltlichen Schwerpunkte Sie in Ihrer Arbeit legen.

Gibt es überhaupt eine Alternative zur Selbstständigkeit?

In den Bereichen (Paar-)Beratung und Coaching sind nur sehr selten Stellen ausgeschrieben.

Wenn Sie in einem dieser Bereiche arbeiten möchten, wird Ihnen diese Chance in der Regel erst über eine Selbstständigkeit eröffnet.

Selbstständig als Coach - Profit

Wie sieht es mit dem Profit aus?

Auch wenn Sie nicht mit Ihrem gewohnten Gehalt in die Selbstständigkeit einsteigen werden: Sie haben mittel- bis langfristig viel mehr Möglichkeiten, Ihren Verdienst selbst zu bestimmen.

Machen wir es konkret: Ich habe Kunden auf dem Weg zu monatlichen Umsätzen von 10.000 Euro und mehr begleitet.

Abzüglich Steuern und anderer Ausgaben können Sie also durchaus auf einen monatlichen Gewinn von 5.000 Euro hinarbeiten und dieses Ziel auch erreichen.

Und die Arbeitszeiten?

Sie können aber nicht nur Ihren Verdienst selbst beeinflussen. Gleiches gilt für Ihre Arbeitszeit. Nach der Start- und Gründungsphase zwingt Sie niemand – ausreichende Umsätze vorausgesetzt, jeden Tag Vollzeit zu arbeiten.

Sie können erst um 12 Uhr anfangen, sich mittwochs freinehmen oder jede freie Minute arbeiten.

Kein Chef muss Ihnen etwas genehmigen oder auf Ihre Überstunden schauen.

Die Nachteile: Risiken und Unsicherheiten

Es hilft, wenn Sie mit etwas Zeit und Budget in eine Selbstständigkeit als Coach oder Berater starten. Denn bis Sie Umsätze in nennenswerter Höhe erwirtschaften, brauchen Sie ein paar Wochen. Diese Zeit sollten Sie überbrücken können.

Und ja, Sie müssen sich vor allem zum Start aber auch später immer mal wieder mit nervigen Formalitäten herumschlagen. Mit den richtigen Ansprechpartnern an Ihrer Seite ist das aber ehrlich gesagt auch nur das: nervig, aber keine wirkliche Herausforderung.

Aber Sie tragen jederzeit zu 100% die Verantwortung über Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Und es kann sein, dass Ihre Selbstständigkeit ein Versuch bleibt, der nicht im klassischen Sinne erfolgreich wird.

Das wird dann meist als Scheitern bezeichnet. Was ich unsinnig finde – wenn Sie den Job wechseln, heißt das schließlich auch eher selten, dass Sie in der vorigen Stelle gescheitert wären.

Was ist eigentlich der Worst Case?

Wenn wir an gescheiterte Firmengründungen denken, dann tauchen vor unserem inneren Auge gefährliche Bilder auf: Öffentlich breitgetretene Pleiten, Insolvenz-Verfahren und sozialer Abstieg.

Das ist für Coaches und Berater nicht realistisch!

Wenn Sie für Ihre Selbstständigkeit einen Kredit aufnehmen, dann ist das der höchste direkte finanzielle Schaden, den Sie riskieren. Das heißt: Falls Sie nach dem Versuch der Selbstständigkeit wieder in ein Angestellten-Verhältnis wechseln, müssen Sie eine Zeitlang diesen Kredit abbezahlen.

Wenn Sie aus einem Angestellten-Verhältnis kommen und noch Arbeitslosengeld 1 beziehen, brauchen Sie oft gar keinen Kredit. Vielleicht haben Sie sogar bereits etwas angespart. Dann ist das Risiko der Verlust dieser angesparten Summe.

Nicht mehr. Und nicht weniger.

Selbstständig als Coach - Aus- und Weiterbildung

Wie viele Ausbildungen brauche ich für den Start?

Ich sehe immer wieder angehende Berater und Coaches, die schon 10 Aus- und Weiterbildungen absolviert haben. Aber immer noch befürchten, nicht kompetent genug zu sein.

Meine Meinung dazu: Weiterbildungen schaden nie, aber sobald Sie etwa zertifizierter Coach oder Paartherapeut sind, können Sie loslegen.

Bedenken Sie: Die wichtigste Weiterbildung ist der Einsatz in der Berufspraxis!

Und Sie können auch während Ihrer Tätigkeit weitere Ausbildungen besuchen. Lern- und Praxisphasen sollten nicht voneinander getrennt sein. Eine gute Mischung ist empfehlenswert.

Die perfekte Ausgangssituation

Keine große Überraschung: Ohne Zeit- und Geldsorgen geht es am schnellsten. Das heißt dann folgendes:

  • Sie müssen sich nicht um Kinder oder pflegebedürftige Personen kümmern
  • Sie gründen aus einer Anstellung und bekommen Ihren Gründungszuschuss genehmigt.
  • Sie haben 5.000 bis 10.0000 Euro Gründungskapital angespart oder Zugriff auf einen günstigen Kredit.
  • Sie haben sich bereits mit Marketing befasst und die digitale Welt ist Ihnen vertraut

So weit zur Traumwelt. Die wenigsten Gründer*innen erfüllen alle diese Anforderungen. Das ist auch nicht schlimm.

Auf der anderen Seite: Wenn keine dieser Anforderungen erfüllt ist, macht es vielleicht wirklich Sinn, vor der eigentlichen Gründung noch etwas Vorarbeit zu leisten.

Sprechen Sie mich im Zweifelsfall an. Ich berate Sie mit meiner Erfahrung im Vorgespräch und unterstütze Sie auf Wunsch mit einem Entscheidungs-Coaching.

Und lassen Sie sich bitte nicht entmutigen, Ihren eigenen Weg zu gehen!  Wenn Sie sich weiter mit der Gründung befassen wollen: Hier geht es zum zweiten Teil der Serie, der sich genau mit diesem Thema befasst!

Viel Erfolg und herzliche Grüße,

Nils Terborg von Love to Help

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