Videos als Marketing-Tool für Paar- und Sexualtherapeuten – aber wie?

Autor:

Videos eignen sich hervorragend dazu, Inhalte unterhaltsam zu transportieren und dabei gleich noch eine persönliche Beziehung zum Zuhörer aufzubauen. Schließlich werden über bewegte Bilder und Ton viel mehr Eindrücke vermittelt, als über reinen Text.

Daher lassen sich (Marketing-)Videos auch an vielen verschiedenen Stellen für deine Praxis nutzen:

  1. Auf deiner Website, z.B. um dein Angebot besser zu verkaufen. Es ist für Klienten durchaus angenehm, den Therapeuten vor der ersten Sitzung schon mal “live” zu erleben.
  2. Auf Video-Portalen wie Youtube – dort können u.U. ganz neue Interessenten auf dich aufmerksam werden.
  3. Eingebettet in Blog-Artikeln (falls du einen Blog führst). Auch dort helfen sie dabei, eine Beziehung aufzubauen, dich als Person darzustellen und deine Dienstleistung zu bewerben.
  4. Als eigenes Angebot bzw. Produkt: Vielleicht planst du einen Online-Kurs oder verkaufst ein Buch, zu dem du Bonus-Materialien erstellen willst.

Klingt wahnsinnig vielseitig, oder?

Aber warum drehen wir also nicht alle ständig und ausschließlich Videos?

Leider gibt es auch ein paar Nachteile:

  • Videos drehen ist anstrengend
  • Videos kosten viel Zeit
  • Wenn man beginnt, dauert es, bis man mit der Performance vor der Kamera zufrieden ist (“liegen meine Haare gut?” oder “ich dachte ich lächle, dabei sehe ich total griesgrämig aus”)
  • Videoproduktion stellt uns vor zahlreiche Technik-Probleme

Damit wir zumindest hier und da mal an strategisch sinnvollen Stellen mit Videos arbeiten, findest du hier ein paar Infos, die dir das Leben leichter machen.

Falls du direkt zu einem Unterthema springen möchtest:

  1. Welche Kamera braucht es?
  2. Wie wird der Ton ordentlich?
  3. Was sollte man beim Licht beachten?
  4. Welches Schnittprogramm sollte ich nehmen?
  5. Die Performance vor der Kamera
  6. Eine Inhaltsvorlage für deine Videos
  7. Die Checkliste zum Abschluss

So, gehen wir einmal der Reihe nach vor …

… und starten mit der Hardware

Du benötigst zuerst etwas grundlegende Technik, also Kamera, Ton-Equipment wie Mikrofonen, Stative, Lichtlösungen usw. Damit du nicht ewig recherchieren musst, was genau du dir anschaffst, findest du im Folgenden klare Kaufempfehlungen.

Kamera: Die einfache Variante

Die einfachste und oft auch (vor allem für Ungeübte!) qualitativ hochwertigste Variante: Schau einmal, wie die Videoqualität von deinem Smartphone oder deinem Tablett ist. Achte dabei aber auch eine gute Beleuchtung!

Wenn das ausreicht, empfehle ich, damit zu beginnen. Ergänze dein Equipment noch durch ein Ansteckmikro (Partnerlink* | Regulärer Link), wenn du Videos alleine aufnimmst oder um ein Podcast-Mikro (Partnerlink* | Regulärer Link), wenn du viele Interviews durchführst. Das Ansteckmikro kannst du direkt ans Handy anschließen, das Podcast-Mikro funktioniert tendenziell eher am Rechner mit einer Software wie Audacity. Wie du später Video und Ton synchronisiert, beschreibe ich weiter unten.

Kamera: Die Profi-Variante

Wenn du hohe Ansprüche ans Bild hast und dich mit Kameratechnik etwas auskennst, greifst du am besten zu einer digitalen Spiegelreflexkamera. Ich habe mit einer Nikon D5100 (Preisklasse damals: ca. 450 Euro) sehr gute Erfahrungen gemacht. Aktuell würde ich mit der Nikon Coolpix B500 eine günstigere Variante (Partnerlink* | Regulärer Link) und mit der Canon EOS 2000D (Partnerlink* | Regulärer Link) eine hochpreisigere Variante empfehlen. Aber wenn du in der Preisklasse auf Amazon suchst und etwas auf die Bewertungen schaust, machst du nichts falsch. Achte nur darauf, dass die Kamera auch eine Videofunktion hat (ist allerdings fast immer der Fall).

Vorteile von DSLRs/Digitalen Spiegelreflexkameras:

  • Top Bildqualität
  • Kino-Look mit Tiefenschärfe (zumindest wenn das Objektiv und/oder der Platz im Aufnahmeraum das zulassen, du brauchst nämlich ggf. ordentlich Abstand zur Wand hinter dir)
  • Unzählige Einstellmöglichkeiten

Nachteile:

  • Etwas Grundwissen notwendig
  • Aufnahmedauer auf 20 Minuten beschränkt

Kamera: Experimente

Alternativ kannst du natürlich zu Camcordern oder sogar Action-Cams (GoPro und Co.) greifen, wenn du eine Technik suchst, die einen einfacheren Zugang hat und für einen dynamischeren Look suchst. In der gleichen Preisklasse machst du damit auch nichts verkehrt, gerade ältere Camcorder sorgen aber für eher unbefriedigende Bildqualität. Von Webcams rate ich auch eher ab, sogar hochwertige Modelle liefern nur eine mittelmäßige Qualität, diese Geräte sind einfach für andere Zwecke ausgelegt.
Nun aber zum wichtigsten:

Kamera: Die einfache Variante

Die einfachste und oft auch (vor allem für Ungeübte!) qualitativ hochwertigste Variante: Schau einmal, wie die Videoqualität von deinem Smartphone oder deinem Tablett ist. Achte dabei aber auch eine gute Beleuchtung!

Wenn das ausreicht, empfehle ich, damit zu beginnen. Ergänze dein Equipment noch durch ein Ansteckmikro (Partnerlink* | Regulärer Link), wenn du Videos alleine aufnimmst oder um ein Podcast-Mikro (Partnerlink* | Regulärer Link), wenn du viele Interviews durchführst. Das Ansteckmikro kannst du direkt ans Handy anschließen, das Podcast-Mikro funktioniert tendenziell eher am Rechner mit einer Software wie Audacity. Wie du später Video und Ton synchronisiert, beschreibe ich weiter unten.

Kamera: Die Profi-Variante

Wenn du hohe Ansprüche ans Bild hast und dich mit Kameratechnik etwas auskennst, greifst du am besten zu einer digitalen Spiegelreflexkamera. Ich habe mit einer Nikon D5100 (Preisklasse damals: ca. 450 Euro) sehr gute Erfahrungen gemacht. Aktuell würde ich mit der Nikon Coolpix B500 eine günstigere Variante (Partnerlink* | Regulärer Link) und mit der Canon EOS 2000D (Partnerlink* | Regulärer Link) eine hochpreisigere Variante empfehlen. Aber wenn du in der Preisklasse auf Amazon suchst und etwas auf die Bewertungen schaust, machst du nichts falsch. Achte nur darauf, dass die Kamera auch eine Videofunktion hat (ist allerdings fast immer der Fall).

Vorteile von DSLRs/Digitalen Spiegelreflexkameras:

  • Top Bildqualität
  • Kino-Look mit Tiefenschärfe (zumindest wenn das Objektiv und/oder der Platz im Aufnahmeraum das zulassen, du brauchst nämlich ggf. ordentlich Abstand zur Wand hinter dir)
  • Unzählige Einstellmöglichkeiten

Nachteile:

  • Etwas Grundwissen notwendig
  • Aufnahmedauer auf 20 Minuten beschränkt

Kamera: Experimente

Alternativ kannst du natürlich zu Camcordern oder sogar Action-Cams (GoPro und Co.) greifen, wenn du eine Technik suchst, die einen einfacheren Zugang hat und für einen dynamischeren Look suchst. In der gleichen Preisklasse machst du damit auch nichts verkehrt, gerade ältere Camcorder sorgen aber für eher unbefriedigende Bildqualität. Von Webcams rate ich auch eher ab, sogar hochwertige Modelle liefern nur eine mittelmäßige Qualität, diese Geräte sind einfach für andere Zwecke ausgelegt.
Nun aber zum wichtigsten:

Dem Ton!

Ein nicht ganz perfektes Bild wird von den meisten Zuschauern schnell verziehen. Und um ein wirklich schlechtes Bild zu haben musst du dich schon anstrengen, bitte einfach nicht mit einer Billig-Webcam im dunklen Keller drehen! Ein schlechter Ton macht das Zuschauen bzw. Zuhören aber wirklich anstrengend. Das Problem daran: Die meisten in DSLRs, Camcorder, Action-Cams und Webcams haben fürchterliche Sound-Lösungen verbaut. Bessere Alternativen:

  1. Smartphone-Mikrofone sind (manchmal, nicht immer) wirklich exzellent. Wenn du ein zweites hast oder deins nicht schon für die Videoaufnahme nutzt und am Schreibtisch sitzt, kannst du es vor dich legen, oft genügt das schon
  2. Alternativ kannst du hier ein Headset oder externes Mikro anschließen – wenn das Kabel lang genug ist, löst das eventuell das Problem, dass das Handy auf dem Stativ recht weit von dir weg steht. Hier musst du nur darauf achten (oder es ausprobieren), dass/ob dieses mit deinem Gerät kompatibel ist!
  3. Die Kombination von Ansteckmikro (hier genügen bereits Exemplare um die 10 Euro) und Diktiergerät (ca. 80 Euro, auf Bewertungen achten und ggf. auch mehrere in puncto Hintergrundrauschen testen) sorgt für hervorragende Ergebnisse. Denke bei getrennten Video- und Tonspuren immer ans Klatschen am Anfang eines Videos, das macht es dann nachher sehr leicht, die beiden Spuren in der Schnittsoftware zu synchronisieren.
  4. Ein Ansteckmikro am Laptop funktioniert oft auch super, als Aufnahmesoftware empfehle ich das kostenlose Audacity.

Fazit: Die einfachste Lösung ist für die meisten sicher das Smartphone mit externem Mikro oder Headset.

Licht

Deine Videos sollten nicht so wirken, als seien sie im Keller bei Nebel gedreht worden. Damit es etwas freundlicher wirkt, genügen auch meist schon einfache Lösungen, die du für um die 50 Euro organisieren kannst.

Tageslichtlampen, Schirme oder sog. Softboxen zum Dämmen von Schatten und Stative sind bei solchen Lösungen meistens dabei: Partnerlink* | Regulärer Link.

Schwierig wird es erst, wenn es um das Aufstellen und Einrichten geht. Wo stelle ich welche Lampe hin? Die Lösung bietet die sogenannte Dreipunktbeleuchtung:

  1. Ein Licht von vorne, damit dein Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Wenn eine deiner Gesichtshälften im Schatten liegt, siehst du schnell aus wie Harvey Dent aus Batman – mindestens irritierend 🙂 Damit die Beleuchtung hier wirklich gleichmäßig ist und du dich nicht selbst blendest, kannst du hier einen Schirm oder eine Softbox verwenden.
  2. Ein Licht für den Hintergrund, also etwa für die Wand, vor der du stehst oder sitzt. Dieses sorgt dafür, dass du keine hässlichen Schatten an die Wand wirfst (schließlich wirst du ja von vorne angeleuchtet). Das Licht kann ruhig etwas härter sein, hier hilft etwas Power dabei, wirklich so viele Schatten wie möglich verschwinden zu lassen.
  3. Ein Licht von oben, gerne auch noch leicht nach hinten versetzt, so dass es etwas gegen deinen Hinterkopf und/oder Rücken leuchtet. Wenn dein Licht-Set nur zwei Leuchten umfasst, kannst du hier drauf am ehesten verzichten oder einfach das in deiner Wohnung installierte Deckenlicht anschalten. Diese Lichtquelle hilft dabei, dich vom Hintergrund abzuheben. Dadurch bekommst du quasi einen hellen Rahmen und verschmilzt nicht mit dem Hintergrund

Um die optimalen Standorte der Lampen zu finden hilft es, wenn dir zumindest einmal eine andere Person hilft. Schatten in deinem Gesicht siehst du selbst z.B. nicht so gut. Merk dir dieses Setting dann einfach grob oder mache dir Markierungen in den Aufnahmeraum, dann sparst du bei weiteren Drehs wertvolle Aufbauzeit.

Besonders fancy sind übrigens sogenannte Ringleuchten (Partnerlink* | Regulärer Link). Die leuchten dein Gesicht nicht nur sehr gleichmäßig aus, deine Augen sehen dann im Video auch ziemlich abgefahren aus (hier ein Beispielvideo).

Schnittprogramm

Hier genügen in der Regel die einfach Bordmittel: Für Windows gab es früher den Windows Movie Maker, der mittlerweile aber in der “Fotos”-App aufgegangen ist. Diese findest du, wenn du die Windows-Taste und die Taste “S” drückst und in das Suchfeld einfach das Wort “Fotos” eingibst (unter der Überschrift “Apps”). Auf Apple-Geräten bist du mit iMovie auch bestens bedient. Schwierig könnte es höchstens werden, wenn du Bild und Ton getrennt aufnimmst und beide Spuren noch synchronisieren musst. Dazu hilft eine gute Ton-Anzeige, um die beiden Pegelhöhen übereinanderzulegen, die durch das Klatschen entstehen. Genau darum klatscht man nämlich, weil es dann einen hohen Ausschlag im Pegel gibt. Damit du weißt, wovon ich rede, so sehen die beiden Audiospuren im Schnittprogramm zuerst aus:

Und je besser wir sie übereinander schieben, umso synchroner ist dann der Ton:

Gut ist hier also eine Zoomfunktion. Denn wenn wir die optisch erkennbaren Audio-Ausschläge auf der Millisekunden-Ebene verschieben, wird das Endergebnis natürlich präziser, als wenn wir nur sehr grob arbeiten.
Wenn du da auf einer professionellen Ebene arbeiten willst, empfehle ich dir die aktuelle Version von Sony Vegas Pro, die aber nicht ganz billig ist. Daraus stammen auch die Screenshots.

Performance vor der Kamera:

Damit du vor der Kamera überzeugend, locker, sympathisch, vertrauensvoll und professionell wirkst, braucht es vor allem etwas Übung.

Hier hilft es, einfach ganz quick and dirty ein Videotagebuch zu drehen. Gewöhne dich einfach daran, normal zu sprechen, während du aufgenommen wirst.

Und gewöhne dich gleichzeitig daran deine Optik und deine Stimme mal von außen zu sehen, auch das ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig.

Wie gefällt es dir vor der Kamera?

Manche Menschen stellt es vor arge Herausforderungen, vor der Kamera zu stehen, weil vielleicht ein altes Trauma oder eine Angst getriggert wird.

Bevor du dich ewig damit herumquälst, besprich das lieber früher als später mit einem Coach oder Therapeuten. Auch wenn es anstrengend ist, meist ist das gleichzeitig eine gute Gelegenheit, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und sich von einer weiteren Angst zu befreien.

Ein paar weitere Tipps, die dir den Drehstart erleichtern können:

  • Schaue beim Drehen regulär direkt in die Kamera und lasse den Blick gelegentlich schweifen. So wirkst du direkt, ohne zu starren. Irgendwann fühlt es sich so an, als ob die Kamera dein guter Freund ist. Du kannst dir das natürlich auch direkt versuchen, vorzustellen
  • Versuche, ein Setup von Kamera, Ton und Licht zu finden, das schnell und einfach aufzubauen ist. Und baue die Sachen ggf. schon etwas früher auf und nicht erst unmittelbar vor Drehbeginn. Wenn du dich gerade eine halbe Stunde mit der Technik herumgeärgert hast, wirkst du auf Video einfach weniger sympathisch, als wenn du entspannt startest
  • Gewöhne dir ein paar Dinge peinlichst genau an: Bei getrennter Ton- und Videoaufnahme immer (!!!) vor der Aufnahme klatschen. Vor allem wenn du eine eine Aufnahme unterbrichst und neu ansetzt, vergisst man das gerne. Achte vor jeder Aufnahme darauf, dass wirklich jedes Gerät aufnimmt. Prüfe mit einem Klopfen auf das jeweilige Mikro ggf. dass auch wirklich dieses Mikro und nicht doch ein anderes, ggf. schlechteres und/oder weiter entferntes aufnimmt. Und lasse ruhig immer ein zweites Audiogerät mit laufen, die sogenannte B-Roll. Auch bei größter Sorgfalt wird es passieren, dass du mit einer halbstündigen Aufnahme super zufrieden warst, nur um dann festzustellen, dass leider kein Ton mit aufgenommen wurde.

Und, fühlst du dich bereit, loszulegen? Wenn noch etwas fehlt, probiere gerne noch eine kleine Hilfestellung aus:

Inhalte und Skripte:

Damit deine Videos auch inhaltlich toll werden und zu deinem Vertriebsprozess passen, findest du hier einen hilfreichen Leitfaden zum Download.

Drucke ihn gerne aus und lege ihn gerne bei der Skript-Erstellung so hin, dass du immer einen Blick darauf hast.

Wenn du weitere Fragen zur Video-Produktion hast, melde dich gerne bei uns. Ansonsten wünschen wie viel Erfolg beim Dreh!

Menü

Ein Blog-Artikel reicht dir nicht? Du willst mehr?

Hier kannst du unseren Newsletter abonnieren und bekommst zusätzlich unsere Video-Präsentation, die dir beim Finden des roten Fadens hilft:

Mit dem Klick auf den Button bestätigst du, unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert zu haben.